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Porzellan : Glanzstücke der Sammlung

Porzellan : Glanzstücke der Sammlung


Meissen, Wien, Hausmalerei, Höchst, Fulda, Nymphenburg, Frankenthal, Berlin ......


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Code article: 7394

Porzellan : Glanzstücke der Sammlung


 

Porzellan: Glanzstücke der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg
152 pages
color photos
Hard cover
29 x 24 cm
0,854 kg
German/Allemand/Deutsch

Dieses Buch stellt einen Überblick über diese wahrlich überzeugende Sammlung dar und erschien anlässlich der Neueröffnung der Fayencen- und Porzellansammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg 2006.

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg besitzt eine große, sehr qualitätsvolle und weltweit bewunderte Sammlung von Porzellan des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die Porzellane der Manufakturen in Deutschland mit dem bedeutenden Schwerpunkt Meissen. Ein kleiner Bestand bezieht sich auf die wichtigsten Manufakturen in anderen Ländern Europas, in Frankreich, Italien, Dänemark, der Schweiz und England. Insgesamt zeigt das Museum ca. 1000 Exponate aus mehr als 20 Manufakturen.

Als erste europäische und bedeutendste Porzellanmanufaktur in Deutschland nimmt Meissen den größten Raum ein und beansprucht mehr als ein Viertel der Ausstellungsfläche. Die ersten Produkte aus sogen. „rotem Porzellan" (Steinzeug) und Böttgerporzellan zeigen neben einer als Einzelstück präsentierten Monumentalvase im chinesischen Stil in zwei Vitrinen die Anfänge Meissens in der Zeit Augusts des Starken und die Suche nach für das neuartige Material geeigneten Formen. In den anschließenden beiden Vitrinen ist die sogen. Höroldtmalerei dargestellt, benannt nach dem Porzellanmaler Johann Gregorius Höroldt. Ihm verdankt Meissen die Kenntnis der Malfarben und einen über lange Zeit prägenden Stil. Eine traumhaft bemalte Teekanne von seiner Hand ist ein Meisterwerk und ein Highlight der Sammlung, ebenso ein Schreibtischset für den dänischen König. Im zweiten Meissen-Kabinett werden Geschirre nach ostasiatischem Vorbild gezeigt, z. B. mit dem Dekor „Roter Drache", der noch heute hergestellt wird. Es schließen sich Porzellan in europäischen Gefäßformen, aber mit ostasiatischen Dekoren an, besonders schön an einer Kanne aus dem Speiseservice für den Grafen von Münnich. Wenig später lösen naturalistische Darstellungen der Flora und Fauna Europas die asiatischen Dekore ab, eindrucksvolles Beispiel die mit deutschen Blumen und Früchten bemalte Terrine für Graf Brühl, die auch eine reiche plastische Gestaltung durch einen Kohlrabi und anderes Essbares auf dem Deckel erhalten hat. Die gegenüberliegende lange Vitrine enthält in großer Fülle Figuren der „Tafelzier", der festlichen Tischdekoration. Das bunte, haltbare Porzellan ersetzte in der Tafelkultur des 18. Jahrhunderts die früher aus Zucker, Tragant, Marzipan oder Wachs angefertigten Figuren. Stolz des Museums sind die Götterfiguren mit ihren Wagen, die Erdteile in Porzellannischen und ein kleiner Tempel. Ihre Modelle stammen größtenteils von Johann Joachim Kaendler, dem Ersten Modellmeister der Manufaktur. So auch die kleine Statue des Hofnarren Joseph Fröhlich und die Krinolinengruppen.